Songwriting

Songtext schreiben: So wird dein Text singbar

Ein guter Songtext ist kein Gedicht. Er muss klingen, sich singen lassen und in drei Minuten eine Geschichte erzählen.

Mit der Hook anfangen

Die Hook ist die Zeile, die man nach dem ersten Hören mitsingt. Schreib zehn Varianten deiner Kernaussage, laut gesprochen, und nimm die, die am besten rollt. Baue den Song um sie herum.

Strophe, Pre-Chorus, Refrain

Reime: weniger perfekt, mehr natürlich

Unreine Reime („Herz – Schmerz“ ist abgenutzt, „Licht – nicht“ geht immer, „Regen – leben“ klingt gesungen gut) wirken moderner als erzwungene. Typische Schemata sind AABB und ABAB.

Silben und Betonung

Zähle die Silben. Parallele Zeilen sollten ähnlich lang sein, betonte Silben auf betonte Taktzeiten fallen. Lies den Text im Rhythmus laut – wo du stolperst, stolpert auch der Sänger oder die KI.

Zeigen statt sagen

„Dein Pulli liegt noch auf dem Stuhl“ erzählt mehr als „Ich vermisse dich“. Konkrete Gegenstände, Orte und Uhrzeiten machen Texte lebendig.

✅ Checkliste

Beispiel

[Strophe]
Der Bahnhof riecht nach Regen und nach Abschied,
du hältst den Becher fest, als wär er warm.
[Refrain]
Bleib noch ein Lied, bleib noch ein Lied,
bis der letzte Zug uns nicht mehr sieht.

Hilfe von KI beim Texten? Siehe Songtext Generator.

Häufige Fragen

Wie fange ich einen Songtext an?
Mit der Kernaussage in einem Satz und einer Hook. Strophen schreibst du danach um diese Zeile herum.
Muss sich ein Songtext reimen?
Nein. Reime helfen beim Merken, aber unreine oder fehlende Reime klingen oft natürlicher als erzwungene.